Forum Baubestand 2026
REAKU zeigt Potentiale von Carbonbeton für die Sanierung
Mehr als 120 Gäste, hochkarätige Fachvorträge und eine außergewöhnliche Kulisse: Beim Forum Baubestand 2026 in der Magdeburger Hyparschale drehte sich alles um die Frage, wie wir bestehende Bauwerke erhalten, weiterentwickeln und fit für die Zukunft machen können.
Als Mitveranstalter brachte REAKU Spezialbau dabei vor allem eines ein: Erfahrungen aus der praktischen Anwendung von Carbonbeton.
Bauen im Bestand braucht neue Lösungen
Sanieren, verstärken, erhalten – statt vorschnell abzureißen und neu zu bauen. Welche technischen Möglichkeiten dafür heute zur Verfügung stehen und welche Lösungen künftig eine noch größere Rolle spielen könnten, stand am 1. September beim Forum Baubestand 2026 im Mittelpunkt.
Der Veranstaltungsort hätte dabei kaum passender sein können: die Magdeburger Hyparschale.
Das 1969 nach Plänen von Ulrich Müther errichtete Bauwerk zeigt selbst eindrucksvoll, welches Potenzial im Erhalt bestehender Bausubstanz steckt.
Die denkmalgeschützte Schalenkonstruktion wurde mit Carbonbeton ertüchtigt und für eine neue Nutzung fit gemacht, ohne ihre charakteristische Form zu verlieren.
Für die gelungene Verbindung von Denkmalpflege, ingenieurtechnischer Innovation und nachhaltigem Bauen wurde die Sanierung mit dem Ernst & Sohn Ingenieurbaupreis 2026 ausgezeichnet.
Carbonbeton zwischen Forschung und Baustellenpraxis
REAKU beschäftigt sich bereits intensiv mit den Möglichkeiten von Carbonbeton in der Sanierung und Instandsetzung. Unser Geschäftsführer Andreas Werner nahm die Gäste deshalb in seinem Vortrag „Carbonbeton in der Praxis – Erfahrungen aus realisierten Projekten“ mit auf die Baustelle. Im Mittelpunkt standen nicht allein die technischen Eigenschaften des Werkstoffs, sondern vor allem die Frage, wie sich Carbonbeton unter realen Bedingungen sinnvoll einsetzen lässt. Denn nicht jede Lösung passt zu jedem Bauwerk.
Entscheidend sind eine genaue Betrachtung des Bestands, die jeweiligen technischen Anforderungen und eine enge Zusammenarbeit zwischen Bauherrn, Planung, Forschung und Ausführung. Erst daraus entsteht eine Lösung, die technisch funktioniert und langfristig sinnvoll ist.
Bestehendes erhalten und gezielt verstärken
Wie das in der Praxis aussehen kann, zeigen verschiedene Projekte von REAKU. Dazu gehören unter anderem die Rad- und Fußgängerbrücke am Cracauer Wehr in Magdeburg, die Sterncenterbrücke Potsdam sowie Arbeiten am MHKW Magdeburg-Rothensee und im Kaliwerk Zielitz.
Mit unserem zum Patent angemeldeten Verfahren CARBOTON® setzen wir diesen Gedanken auch bei der Sanierung von Hoesch-Additiv-Decken® um. Vorhandene Deckenelemente können dabei mit Carbonbeton verstärkt und für eine weitere Nutzung ertüchtigt werden.
Der Grundgedanke dahinter zieht sich durch viele unserer Projekte: Bestehende Tragstrukturen möglichst erhalten, gezielt verstärken und langfristig weiterverwenden, anstatt sie aufwendig zu ersetzen.
Aus einem Firmenausflug werden mehr als 120 Gäste
Dass das Forum Baubestand schließlich diese Größenordnung erreichte, war ursprünglich gar nicht geplant.
Was als kleiner Firmenausflug begann, stieß bei Partnern, Bekannten und weiteren Fachleuten auf immer größeres Interesse. Aus der ursprünglichen Idee entwickelte sich schließlich ein Fachforum mit mehr als 120 Teilnehmenden.
Gemeinsam mit der Stadt Magdeburg, dem Deutschen Ausschuss für Stahlbeton e. V. (DAfStb), C3 – Carbon Concrete Composite e. V. und weiteren Partnern aus der Bauindustrie entstand ein Programm, das die unterschiedlichsten Perspektiven zusammenbrachte – von Bestandsanalyse und Planung über die praktische Ausführung bis hin zu wirtschaftlichen und ökologischen Fragestellungen.
Genau dieser Austausch war für uns ein wesentlicher Bestandteil des Forums. Denn nachhaltiges Bauen im Bestand entsteht nicht durch eine einzelne Technologie. Es braucht Fachwissen, Erfahrung und vor allem die Zusammenarbeit aller Beteiligten.
Ein Forum, das Lust auf mehr macht
Das Forum Baubestand 2026 hat gezeigt, wie groß das Interesse an neuen Lösungen für den Umgang mit bestehender Bausubstanz ist.
Für uns als REAKU Spezialbau war es deshalb nicht nur eine Gelegenheit, unsere Erfahrungen mit Carbonbeton zu teilen. Wir konnten mit Fachleuten aus unterschiedlichen Bereichen ins Gespräch kommen, neue Perspektiven kennenlernen und gemeinsam darüber diskutieren, wie das Bauen im Bestand künftig aussehen kann.
Und die Hyparschale hat dafür das vielleicht beste Beispiel geliefert: Erhalten und Weiterentwickeln sind keine Gegensätze. Mit den richtigen Ideen, Technologien und Partnern kann aus bestehender Bausubstanz etwas Neues entstehen, ohne ihre Geschichte zu verlieren.